- Do., 12. November 2026 und Weitere
- 19:30
- Innsbruck, Congress Innsbruck, Saal Tirol
2. Symphoniekonzert

Im Bewusstsein seines nahenden Todes schuf Gustav Mahler mit Das Lied von der Erde sein nach eigener Aussage persönlichstes Werk. «Ist das überhaupt zum Aushalten?», soll er den vor Ergriffenheit sprachlosen Dirigenten Bruno Walter nach dem Studium der Partitur gefragt haben – bezogen auf die Eindringlichkeit des letzten Satzes mit der Überschrift «Abschied». Die insgesamt sechs Sätze gestaltete Mahler als «Zyklus von Orchesterliedern» nach Texten aus Hans Bethges Die chinesische Flöte. Fernöstlich anmutende Klangfarben und ein prägnantes, pentatonisch gefärbtes Motiv verbinden sich mit einer zutiefst anrührenden Ausdruckswelt, in die TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz, Mezzosopranistin Zanda Švēde, Tenor Heiko Börner und das TSOI gemeinsam eintauchen.
Als einleitendes Stück ist Mahlers Lied von der Erde ein Werk von Arnold Schönberg vorangestellt, der ein großer Bewunderer Mahlers war und etliche seiner Kompositionen bearbeitete. Verklärte Nacht entstand ursprünglich als Streichsextett und bewegt sich – ähnlich wie Mahlers sinfonischer Liederzyklus – zwischen innerer Unruhe und verklärter Ruhe. Nach der gleichnamigen Dichtung von Richard Dehmel entwarf Schönberg eine musikalische Erzählung von Schuld, Verständnis und Verklärung, die tief in der spätromantischen Klangwelt Gustav Mahlers wurzelt und zugleich über sie hinausweist.
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- Do., 12. November 2026 um 19:30
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