• Di., 31. März 2026
  • 18:30
  • Innsbruck, Congress Innsbruck, Saal Dogana

Osterfestival Tirol | Gefangen in der Zeit

Der polnisch-französische Komponist und Multimediakünstler Pierre Jodlowski ließ sich für sein Werk Insulæ von Adolfo Bioy Casares’ Novelle Morels Erfindung inspirieren. Im Zentrum steht das Spiel mit den Grenzen zwischen Realität und Fiktion. In der Vorlage erschafft Morel eine Maschine, die alle menschlichen Sinne aufzeichnen und wiedergeben kann. Sie konserviert Bilder von Menschen, die in einer endlosen Zeitschleife weiterleben. Jodlowski greift diese Idee auf und stellt die Frage, wie sehr Bilder heute unsere Beziehungen prägen. Emotionen, Nähe und sogar Zuneigung können durch reine Darstellung entstehen – selbst gegenüber fiktiven Wesen. In einer von digitalen Netzwerken und virtuellen Identitäten geprägten Welt verschwimmen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Abbild immer stärker. Mit Schattenspielen, Echtzeit-Video-Loops und beweglichen Projektionen schafft Jodlowski eine Umgebung ständiger Veränderung. Bilder überlagern sich, Klänge mischen sich, klare Rollen lösen sich auf. So entsteht ein konstanter Zustand der Transformation, der jedes Element zu einem Teil des fragilen Gleichgewichts macht.
Phace
Doris Nicoletti – Flöte
Michael Krenn – Saxophon
Anna Lindenbaum – Violine
Roland Schueler – Violoncello
Manuel Alcaraz Clemente – Schlagwerk
Stefan Obmann – Posaune
Pierre JODLOWSKI
INSULÆ für sechs Musiker, Video, Licht und Elektronik (2024/25)
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