- Di., 24. März 2026
- 19:30
- Innsbruck, Agnes Heller Haus - Innrain 52
Podiumsgespräch Jürgen Habermas (1929-2026) – Eine kritische Würdigung
Auch wenn Jürgen Habermas daran festhielt, dass sich sein Leben nicht zur Heiligenlegendeeigne, galt er bis zu seinem Tod vielen in Europa als der größte lebende Philosoph und als derbekannteste Vertreter der Kritischen Theorie. War der anfangs am westlichen Marxismusinteressierte junge Assistent einem Max Horkheimer noch als „studentischer Propagandist“verdächtig, prägten Formulierungen wie das „kommunikatives Handeln“, der„herrschaftsfreier Diskurs“, die „Neue Unübersichtlichkeit“, das „Projekt der Aufklärung“ oderaber ein nüchterner „Verfassungspatriotismus“ die intellektuellen Debatten ihrer Zeit. Im„Historikerstreit“ verhinderte er eine von Ernst Nolte und anderen intendierte Relativierungder Shoah.
Zugleich wird er von heutigen Vertreter*innen der Philosophien Horkheimers, Adornos,Marcuse und Benjamins für seine Abkehr von deren Verständnis der nationalsozialistischenVerbrechen als Ausdruck einer „Dialektik der Aufklärung“ kritisiert.Nachdem Habermas am Samstag, dem 14. März, im Alter von 96 Jahren in Starnbergverstorben ist, möchten ehemalige diskussionsbereite Schüler und heutige Rezensenten ihmeine kritische Würdigung zuteilwerden lassen.
Es diskutieren:Stefan Gandler (Universidad Autónoma de Querétaro, MX)Frank Welz (Institut für Soziologie), Organisation und Moderation: Nina Rabuza & Daniel Burghardt (vom Institut für Erziehungswissenschaft)
- Kommende Termine
- Vergangene Termine
- Di., 24. März 2026 um 19:30
- Es gibt keine vergangenen Termine